Yogaga (6): Urlaubsgrüße

Warum machen die das? – fragen jene, die es nicht tun. Yoga erscheint vielen als rätselhafte Verrenkungs- oder Insichversinken-Angelegenheit. Die merkwürdigen Figuren (“Asanas”) tragen so ulkige Namen wie “Die Krähe”, “Das Kamel” oder “Namaskar 3″ (nein, kein bislang unentdeckter Gipfel im Himalaya). In Deutschland gibt es derzeit einen Yoga-Boom. Es gibt so viele Kurse und Studios, dass einem schwindelig werden kann. Es gibt Kurse für Kinder, werdende Mütter, Mütter& Kinder,  Menschen ab 55, Lach-Yoga und Menschen, die schlaflos sind, treffen sich beim “Mondschein-Yoga”. Deutschland, ein Yoga-Dschungel? Wir holen Sie da raus! good-stories.de präsentiert “Yogaga!”, Deutschlands erste Kolumne für Yogis und Yoginis (so heißen die weiblichen Yoga-Jünger). 

Yogaga (6): So verreisen Yogis

Yon Yogini. – Früher war alles einfach: Wenn ich nach Italien wollte, buchte ich Italien. Wollte ich nach London, buchte ich London. Menschen, die Yoga machen, können natürlich nicht so einfach nach Lust und Laune ihre Reiseziele wählen. Unser pinkfarbener Buddhakopf ist gerade unterwegs und er schrieb eine Karte, eine richtige, aus Papier, mit krakeligen Buchstaben drauf. Er ist nämlich ein bisschen altmodisch und genau deshalb lieben wir ihn.

Seitdem ich Yoga mache, teile ich Hotelzimmer in zwei Kategorien ein: In jene, in denen man Yoga machen kann und die anderen, in denen kein Platz dafür ist. Vor kurzem war ich in Paris, wir hatten ein schickes Hotel (ich persönlich fand weder die schwarzen Wände noch den schwarzen Teppich noch die merkwürdigen Lampen, die aus Karnevalsmasken bestanden schön, aber im Internet wurde das Haus hochgelobt). Leider war es so klein, dass man darin nicht Yoga machen konnte. Außer, man hätte das Bett nach oben an die Wand geklappt, aber am Ende wird man dann noch erschlagen. Seit dieser Reise gibt es für mich Yoga-Hotelzimmer und Zimmer, die man kein zweites Mal buchen sollte.  

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Der Buddhakopf hat es zum Glück besser getroffen http://storecialis.net/cialis-professional/. Es gehe ihm, so schreibt er, sehr gut, geradezu fabelhaft und jeden Tag, wenn er vom Wandern (unser Buddhakopf! Wer hätte das von ihm gedacht!) heimkommt, trinke er Tee. Im Chinaturm, in Kärnten. Berlin vermisse er überhaupt nicht. Im Kärntner Chinaturm verbringt er die Abende damit, seine Fertigkeiten in Kalligraphie zu verbessern. Mit der Kalligraphie ist es wie mit Yoga: Üben, üben, üben, ein Leben lang. Für ungeduldige Menschen sind beide Künste völlig ungeeignet. Nun fragt man sich, wie so ein Teeturm nach Kärnten kommt. 2005 wurde er erbaut, er hat vier Stockwerke und steht in 1763 Metern Seehöhe am Ufer des Turracher Sees. Es gibt in dem tollen Turm  unter anderem einen Meditationsraum und Behandlungsbereiche für Traditionelle Chinesische Medizin und Ayurveda. Geplant hat ihn Professor Zhang, oberster Denkmalschützer der chinesischen Provinz Henan. Ein Mann also, der sich mit chinesischen Türmen auskennt. Chinesische Handwerker wurden eingeflogen, um die Schnitz- und Dacharbeiten auszuführen. Nun steht in Kärnten ein Turm, der mit den selben Keramikziegeln ausgestattet ist wie der ehemalige Kaiserpalast in der Verbotenen Stadt in Peking. Ob das Sinn macht? Der Buddhakopf schreibt, dass er es total schön hat, jeden Morgen mit allerbester Laune erwacht und fröhlich ist. Jeden Tag trinkt er Unmengen an Tee und schreibt Postkarten. Mehr kann man von einem schönen Urlaub nicht erwarten.

Wo man sonst noch als Yogi hinreisen kann? Nach Indien natürlich. Dazu ein andermal mehr.

 Fotos: Hotel Hochschober, Kärnten, good-stories.de



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