Vorausgesegelt

Von good-stories.de/red. – Noch surfen die Menschen auf der Welle der Frühlings-Vorfreude. Wir sind schon mal vorausgesegelt und haben einen Mann getroffen, der sich mit Surfen, Segeln und wunderbarer, bunter Mode auskennt. Ein Porträt eines Mannes auf Erfolgskurs.

Manchmal sitzt Frank Maass bei eleganten Dinners mit superwichtigen Menschen und sieht freundliche, leise Zweifel in den Gesichtern seiner Gegenüber: Was macht dieser fröhliche, unkonventionelle Mann hier? In die dunkelgraue Anzug-Riege der „Ich-bin-wirklich-wichtig“-Männer vermag er auf den ersten Blick nicht so richtig zu passen. Dabei gehört er zu den erfolgreichsten Managern der Modebranche und war in den 80er-Jahren einer der besten Surfer Europas (1987 Ausstieg als “European Champion”). Gaastra hat im vergangenen Jahr bundesweit trotz Krise 350 neue Geschäfte und Shop-in-Shops eröffnet, in diesem Jahr kommen weitere hinzu. Wie die das machen? Mit mitreißend bunten Sachen, quietschbunt zum Teil (neben den gestreiften Klassikern und den guten, zeitlosen Sachen im Klassiker-Blau- der deutsche Ableger des holländischen Unternehmens hat seinen Hauptsitz schließlich in Hamburg). Dazu kommt die Qualität der Kleidungsstücke, alles ist ordentlich genäht, die Stoffe von exzellenter Qualität, die Preise fair (Damen-Poloshirts kosten zum Beispiel ab 50 Euro, Herrenhosen ab 70 Euro, Basecaps ab 20 Euro). Der Markt boomt- die Konkurrenz reibt sich verwundert die Augen- nicht nur, weil die Farben so toll sind. „Wir wollen sinnvoll wachsen“, sagt Deutschland-Geschäftsführer Frank Maass bei aller Expansionsfreude. Gern auch auf hoher See, in den Schiffsboutiquen der Aida-Schiffe stammt die Hauskollektion („Cruisecollection“) aus dem Hause Gaastra.  

Gaastra macht erst seit 1997 Mode, bis vor kurzem wurde sie ausschließlich im Heimatland Holland verkauft, nun wird europaweit ausgebaut. Das Unternehmen wurde 1897 im holländischen Örtchen Sneek als kleine Segelmacherei gegründet, wuchs beständig und konzentrierte sich die ersten hundert Jahre seines Bestehens ausschließlich auf die Herstellung der besten Segel der Welt. Der Sneeker Wasserturm ist bis heute das Logo der Marke. Die Idee, Mode zu machen, entsprang den Wünschen der Segler, die erst winddichte, praktische und auch schöne Jacken haben wollten. Funktionale Seglerkleidung war keine Marktlücke- funktionale und schöne Seglerkleidung hingegen schon: „Gaastra setzt sich seit jeher mit den Elementen auseinander, wir wissen, wie genäht werden muss und was Haltbarkeit bedeutet“, sagt Frank Maass. Und wie man die Dinge wasserfest macht. Das ist an Land zwar nicht so wichtig, aber schön wenn man auch als Nicht-Segler sicher sein kann, dass man mit der neuen Jacke auch unversehrt durch den nächsten Platzregen oder ein Gewitter kommt. Und so kamen zu den Jacken dann T-Shirts, Hosen, Taschen- die Grundkollektion (mit entzückender Kinderkollektion) besteht aus rund 700 Teilen, dazu kommen Zwischenkollektionen, die Modelle gibt es zum Teil in sanften Farben wie Koralle oder Helltürkis, zum Teil in knalligem Lila, Grün, Pink oder Knallgelb. Garantiert hochseetauglich. Und selbst wenn man, was man natürlich niemandem wünscht, in dieser Mode mal untergehen sollte- Rettung ist garantiert, denn die Farben sind für Rettungsschwimmer unübersehbar.

Als Frank Maass zum Unternehmen stieß, war Mode für ihn ein T-Shirt, das man nach dem Surfen anzog. Er war damals Profisurfer, das Leben war eine große Party. Er sagt: „Die Devise hieß ‚Fun! Fun! Fun!“ Dabei hatte er ursprünglich eigentlich Profifußballer werden wollen. Ein Glück, dass ihn irgendwann dann jemand zum Surfen mitnahm. Die von Gaastra erkoren den talentierten Mann zum Berater für Surfsegel, er war unter anderem Mitentwickler der Serie „Ten cate“, das sind kleine, leichte Surfsegel, ein Erfolg in den 80er-Jahren. Damals hatte Frank Maass lange blonde Locken, reiste nonstop um die Welt und statt großer Koffer hatte er acht Bretter und 20 Segel im Gepäck. Herrliche Zeiten- bis der Surfboom irgendwann in den neuen (Sport-)Wellen der 90er-Jahre unterging – und Frank Maass in die Wirtschaft ging. 

 

gaastra-frankmaass-surfing1

                                   Frank Maass ist der zweite fröhliche Mann von links!

 

Die Liebe zum Wasser ist geblieben. Gaastra ist Sponsor der alljährlichen Regatta „Les Voiles de St. Tropez“, es ist traditionell die letzte große Regatta der Sommersaison. Dann ist St. Tropez ein Treffpunkt imposanter Segelyachten aus aller Welt und das Städtchen ein herrlich bunter Farbklecks. Denn die meisten der Regattateilnehmer erscheinen- freiwillig!- in den farbenfrohsten Segel-Polos der Welt: die von Gaastra.

Noch mehr Gaastra unter: www.gaastra.eu

Fotos: Gaastra

 



Comments are closed.