Die Katzenklo-WM

Von good-stories.de/red. – Es ist an der Zeit, den Unterhaltungswert Berlins zu würdigen! Diesmal: Die Premiere der Katzenklo-WM. Zwei Österreicher in Berlin haben eines Nachts, nach ein bisschen Alkoholgenuss, eine neue Sportart erfunden. Oft, wenn es darum geht, Deutsche zu unterhalten, müssen Ösis ran. Eine Deutsche offenbarte einer in Berlin lebenden Österreicherin einmal von oben herab: „Jeder Deutsche sollte seinen Österreicher haben.“ Als Kasperl, meinte sie. Naja, egal, Hauptsache, alle haben ihren Spaß, das Leben ist kurz und erbarmungslos genug.

Katzenklo-WM geht so: Mit einem kleinen Ball wird auf das Katzenklo gezielt (es handelt sich um ein igluförmiges mit Dach und Eingangsloch für die Katze). Jetzt muss man nur noch die Katzen, denen das Klo gehört, von der Übung überzeugen, für kurze Zeit mal nicht aufs Klo zu gehen (jeder, der mal eine Katze hatte, weiß, wie groß des Menschen Freude ist, wenn Jungtiere ausnahmslos im Streu scharren…). Die Katze auf unserem Foto, die wunderschöne “Diva” aus Berlin-Mitte, nimmt an so einem Unfug natürlich nicht teil. Sie liegt lieber auf dem Sofa herum und schont ihre Ressourcen.

Bei der Katzenklo-WM gelten die üblichen Fußball-Regeln, ein Tor ist ein Tor ist ein Tor. Die WM findet in einem Kulturverein in Neukölln wo sonst, statt. Acht Teams kämpfen um einen Pokal, auch Frauen dürfen mitspielen. 20 Euro Sponsorengelder konnten die beiden Österreicher in Neukölln akquirieren, leider reicht das nicht dafür, die Idee patentieren zu lassen.

Berlin hält Besucher und Bewohner wie kaum eine andere Menschenansammlung auf diesem Planeten bei Laune. Wem hier langweilig ist, der ist wirklich selbst schuld! Das Tolle an der deutschen Hauptstadt ist, dass man für einen Abend fünf oder 500 Euro ausgeben kann und es wird immer irgendwie unterhaltsam sein. Probieren Sie das mal in Hamburg, New York, Shanghai oder München (das mit den fünf Euro jedenfalls). Da ist die Auswahl der Amüsiermöglichkeiten für kleines Geld schon deutlicher eingeschränkt. In Berlin reicht es an manchen Tagen aus, eine kleine Busfahrt zu machen, Menschen in der U-Bahn oder im Kaffeehaus zu beobachten, um gute Laune zu bekommen. Berlin ist ein Zoo, er macht alle froh! Neben all den üblichen, mehr oder weniger originellen Zitaten, die über diese Stadt kursieren, sei dieses angeführt: „Ich fühle mich hier ein bisschen wie in Südfrankreich. Ich habe immer das Gefühl, ich müsste gleich an den Strand gehen“, hat Herbert Grönemeyer gesagt. Die einen gehen an den Strand, die anderen fahren Trecker. Und auch Berliner auf Reisen sind stets bereit, ihren Unterhaltungswert unter Beweis zu stellen: Gregor Gysi (ausgebildeter Facharbeiter für Rinderzucht) und Cem Özdemir (Dabeisein ist alles!) fuhren am Wochenende im Wendland im Rahmen der Castortransport-Proteste auf einem Trecker. Wo man doch auch in Kreuzberg- im Warmen!- lustig sein kann.

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