Wir haben das Ozonloch geschrumpft!

Von good-stories.de/red. – Ein Angstwort der 80er- und 90er-Jahre. Wir haben gefährliche Sprays verbannt, uns vor dem Drohenden gefürchtet, die Sonne gemieden. Dann, ganz unmerklich verschwand das Ozonloch aus unserem Gesichtsfeld. Andere Angstwörter übernahmen die Regie in unserem Leben: Terror, IS, Lebensmittelskandale, Brexit.

Jetzt die gute Nachricht, sie kam irgendwie aus heiterem Himmel: Das Ozonloch schließt sich langsam. Britische Polarforscher hatten die gefährliche Ausdünnung der Ozonkonzentration in den 80er-Jahen über dem Südpol entdeckt. Die Ozonhülle schützt die Menschen vor der gefährlichen Ultraviolettstrahlung und damit vor Hautkrebs.

Auch das Wort FCKW wurde, vorher unbekannt, vor mehr als einem Vierteljahrhundert zum Angstwort. FCKW sind extrem stabile halogenierte Kohlenstoffverbindungen, die Brom und Chlor enthalten und von der Industrie jahrzehntelang in großen Mengen als Kühl- und Treibmittel eingesetzt worden waren. Langsam fand ein Umdenken bei Verbrauchern und Herstellern statt, weltweite Gesetze taten ihr Übriges. 1987 wurde im „Montrealer Protokoll“ ein weltweites Produktionsverbot für bestimmte FCKW-Verbindungen vereinbart. Schritt für Schritt wurde das Problem gelöst. Jede Spraydose ohne FCKW, die wir kauften, war ein kleines Steinchen im Puzzle zur großen Lösung des Problems.

Und heute zeigt es sich, dass dies der größte Erfolg internationaler Umweltpolitik ist. Die Vernichtung des schützenden Ozons wurde eingedämmt. Gestoppt ist sie noch nicht. Aber das Ozonloch schließt sich, langsam, aber sicher. Und die Welt ist um ein Angstwort ärmer.

 

Foto: Silvia Meixner

 



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