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	<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 20:04:53 +0000</pubDate>
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		<title>Wacholderglück (1): Wir ziehen aufs Dorf. Vielleicht.</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 19:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Auerhähne]]></category>

		<category><![CDATA[Katharina Lotter]]></category>

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Von Katharina Lotter. - Wenn man in Berlin lebt, glaubt man nicht, dass Menschen anderswo glücklich sein könnten. Unsere Autorin Katharina Lotter zieht trotzdem um: Aufs Land. Dort, wo hinterm Haus ein Teich mit Hecht ist, und sogar Auerhähne soll’s dort geben! Für good-stories.de erzählt sie in unserer neuen Kolumne ab sofort regelmäßig von ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div></div>
<div><span style="font-size: small;"></span></div>
<div><span style="font-size: small;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; mso-bidi-font-size: 12.0pt;"></span></span></div>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; mso-bidi-font-size: 12.0pt;"><span style="font-size: small;"></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><em><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Von Katharina Lotter.</span></em><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;"> - Wenn man in Berlin lebt, glaubt man nicht, dass Menschen anderswo glücklich sein könnten. Unsere Autorin Katharina Lotter zieht trotzdem um: Aufs Land. Dort, wo hinterm Haus ein Teich mit Hecht ist, und sogar Auerhähne soll’s dort geben! Für good-stories.de erzählt sie in unserer neuen Kolumne ab sofort regelmäßig von ihrem Abenteuer an einem Ort in der deutschen Pampa, den wir aus Datenschutzgründen Wacholderglück nennen.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Kleinstadt-Eltern erwachsener Kinder haben es nicht leicht. Kaum haben sie sich daran gewöhnt, dass ihre Zöglinge das Glück wirklich lieber in der Großstadt suchen, wollen die schon wieder umziehen - aus der Millionenmetropole in ein 800-Seelen-Dorf. Gegenüber unserer zauberhaften Altbauwohnung in einem der besseren Viertel Berlins hat ein Club aufgemacht. Die Feierszene überschlägt sich fast, so groß und aufregend soll der sein. Seit Wochen stehen nun jeden Freitag- und Samstagabend bis zum Morgengrauen ganze Heerschaaren leichtbekleideter Frauen und betrunkener Männer auf der Straße vor unserem Fenster und benehmen sich daneben.<br />
Beschwerden zwecklos. Das Ordnungsamt hat genug zu tun. Und Lärmprotokolle sind eine lästige Angelegenheit, die erst nach Monaten und nur vielleicht etwas bewegen. Wir tauschen das Arbeitszimmer und verlegen unser Schlafzimmer hin zum ruhigeren Hinterhof. Man ist ja flexibel. Und dort hört man frühmorgens, kurz bevor der Gastronomiebetrieb in unserem Haus laut klirrend die Altglassammlung des Vorabends entsorgt, manchmal sogar die Vögel singen. Ist doch schön. Fast wie im Urlaub. Wir haben die Rechnung aber ohne die anliegenden Hotels gemacht. Die richten sich nämlich zunehmend auf Partytouristen ein. Tagsüber ziehen Horden vergnügungssüchtiger Teenager auf Klassenfahrt an unseren Arbeitszimmern vorbei. Dass wir im Dachgeschoss eines vierstöckigen Hauses wohnen, hilft uns nur bedingt. Denn offenbar gibt es in unserer Straße vieles, was bei der unbedarften weiblichen Landjugend spitze, aber langandauernde Jubelschreie provoziert.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Doch nicht genug: Seit es einen Einbruchsversuch in unserem Haus gab, stellt die Nachbarin ihr Radio auf Anschlag, bevor sie abends ihre Wohnung verlässt - &#8220;zur Abschreckung&#8221;. Wir hoffen dann eben einfach auf ihre baldige Rückkehr und den zügigen Einbau eines neuen Türschlosses. Bis dahin verkleben wir unsere Ohren mit den bewährten Wachskugeln und klopfen uns selbst auf die Schultern für so viel Weitsicht beim Bürogeräte-Kauf: Unsere Telefone klingeln nicht nur, wenn uns jemand erreichen möchte - sie blinken auch. Wir brauchen Ruhe. Kreative Menschen können Lärm nicht einfach ignorieren. Die so genannte latente Hemmung, eine Filterfunktion unseres Gehirns, ist bei uns eben nicht so stark wie bei manch anderem. Es gibt Dinge, die kann man beim besten Willen nicht lernen. Die latente Hemmung gehört dazu. Und eine Entfernung der Zirbeldrüse wäre irgendwie auch keine gute Lösung.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Also ab aufs Land. Das ist unser neues Projekt. Aber wir sind da nicht naiv, auf keinen Fall. Als Kinder vom Dorf wissen wir, wie ruhig es wirklich zugeht in einer ländlichen Nachbarschaft, in der sich am Wochenende sämtliche Rasenmäherbesitzer einen intensiven Wettstreit um den schönsten Garten liefern. Wir wissen: Eine reelle Chance auf Ruhe hat man nur auf einem befriedeten Grundstück mit altem Baumbestand am Rande eines kleinen Weilers. Eins mit funktionstüchtigem Haus inklusive moderner sanitärer Anlagen, wenn man nicht ewig renovieren will. Wir haben tatsächlich ein solch rares Juwel gefunden: Ein frisch saniertes Gutshaus aus der Jahrhundertwende, mit Baugutachten und massig Platz zu einem akzeptablen Preis. Kein Verkauf, sondern zur Miete. Der großstadtmüde Nomade erkennt sofort: Ein idealer Ort, um sich dauerhaft niederzulassen - immer mit einem Notausgang in Sichtweite. Nur für den Fall der Fälle. Meine Mutter war von unserer Idee zunächst begeistert, als wir die herrliche Natur und unsere neuen Möglichkeiten in Bezug auf Gästezimmer erwähnten. Ja, die Sache gefiel ihr wirklich gut - bis zu jenem Tag, an dem sie meinen alten Schulatlas herausgekramt und das Dorf gesucht hatte, in das wir ziehen möchten. Gestern Abend blinkte mein Telefon und eine besorgte Stimme stellte mir die Frage aller Fragen: &#8220;Sag&#8217; mal, da ist ja überhaupt nichts, was wollt Ihr denn da?&#8221;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Ich verschwieg ihr aus taktischen Gründen, dass ich nicht nur erleichtert, sondern auch ehrlich überrascht darüber war, dass unsere designierte neue Heimat überhaupt in einem Atlas zu finden ist. Stattdessen berichtete ich ausführlich von der nahegelegenen Kreisstadt, mit Bahnhof gen Großstadt, Ganztagsschulen, Klinik und allen nur denkbaren Einkaufsmöglichkeiten. &#8220;Und was arbeitest Du dann dort?&#8221; Ich erklärte ihr, nun schon weniger geduldig, dass es in meinem Beruf zweitrangig ist, wo man wohnt. Hauptsache, man hat ein Auto (vorhanden), einen DSL-Anschluss (angeblich möglich) und ein funktionierendes Telefon (fürs Handy kaufen wir einen Verstärker - geschenkt). Auch die weiteren Bedenken meiner Eltern (&#8221;Das schlechte Wetter im Norden&#8221; - &#8220;Es regnet dort weniger als bei Euch!&#8221; und &#8220;Da stinkt es sicher furchtbar&#8221; - &#8220;Keine Schweinezucht in der Nähe, ehrlich!&#8221;) wollten bei mir keinerlei Wirkung zeigen. Schließlich zog meine Mutter ihr Herz-As aus dem Ärmel: &#8220;Kind, die haben dort bestimmt überall Truppenübungsplätze!&#8221; Doch auch das hatten wir längst überprüft, wir sind ja keine Anfänger. Ich gab entnervt auf: &#8220;Mama, Du hast es doch selber gesagt: Da ist nichts. Echt überhaupt gar nichts. Nur Natur und Ruhe und die allernötigste Infrastruktur!&#8221; Und wie Eltern eben so sind - es genügt ihnen nicht, dass sie Recht haben. Das letzte Wort muss auch drin sein. &#8220;Na siehst Du!&#8221;, rief meine Mutter und klang auf einmal deutlich vergnügter, &#8220;noch nicht einmal die Bundeswehr will da hin!&#8221;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;"><em>Noch mehr gute Geschichten zum Denken, Nachdenken und Lächeln finden Sie täglich neu auf: </em><a href="http://www.achgut.com"><em>www.achgut.com</em></a></span></p>
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		<title>Tanz mit der Tora</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 05:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Von Silvia Meixner. - Ich stelle mir das so vor: Das so genannte Fachpersonal der Kirchen bucht umgehend ein Fachseminar beim Hamburger Chabad Lubawitsch-Zentrum. Dort lernen die Experten für Messen und Beten (die Buddhisten sind vom Nachhilfeunterricht befreit, die wissen zu feiern), wie man Menschen begeistert, egal, welcher Religion sie sind. Wie man sie zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;"><span style="font-family: times new roman,times;"><span style="background-color: transparent;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;"><em>Von Silvia Meixner</em>. - Ich stelle mir das so vor: Das so genannte Fachpersonal der Kirchen bucht umgehend ein Fachseminar beim Hamburger Chabad Lubawitsch-Zentrum. Dort lernen die Experten für Messen und Beten (die Buddhisten sind vom Nachhilfeunterricht befreit, die wissen zu feiern), wie man Menschen begeistert, egal, welcher Religion sie sind. Wie man sie zum Tanzen, Lachen und Singen bringt. Bei katholischen Feiern (ich bin erzkatholisch erzogen, ich weiß, wovon ich spreche und warum ich sofort nach Erreichung der Volljährigkeit aus der Kirche ausgetreten bin!) hat man ja immer den Eindruck, dass der Papst oder zumindest des Nachbarn Katze verblichen ist - egal, ob Taufe, Firmung, Sonntagsgottesdienst oder tatsächliche Totenmesse; es ist immer irgendwie traurig. Und man fühlt sich immer irgendwie schuldig, weshalb ich katholische Kirchen seit 20 Jahren meide, außer sie besitzen musealen Wert.<br />
Und wer mir als Ausländerin noch einmal erzählt, die Nordlichter wären zurückhaltend, den nehme ich mit, zum nächsten &#8220;Freudenfest&#8221;. Das stand nämlich auf der Einladung zur Einweihung der neuen Tora-Rolle in Hamburg und machte schon beim Lesen gute Laune. Die Flaneure trauten ihren Augen nicht: Rund 300 Menschen zogen, die Kinder (alle herrlich herausgeputzt im Sonntagsstaat) voran mit Fackeln, durch das Grindelviertel, dem alten und neuen jüdischen Viertel. Vom Joseph-Carlebach-Platz, jenem Ort, an dem einst eine wunderbare Synagoge stand (sie brannte am 10. Novemer 1939, einen Tag nach der Reichskristallnacht, ab), von der heute nur noch der Grundriss im Straßenpflaster eingelassen ist, zum Chabad-Zentrum, das gleichzeitig seinen 7. Geburtstag feierte. Rabbis aus ganz Deutschland und Israel zogen in einer Prozession durchs Viertel, alle tanzten und sangen, aus großen Lautsprechern wummerte fröhliche Musik, die Straßen waren polizeilich abgesperrt und die Autofahrer rieben sich verwundert die Augen. Eine Tora unterm blauen Samtbaldachin hatten die meisten noch nie gesehen. Tanzende Rabbis darunter, die sich freundschafltich um die Tora-Rolle stritten, als wär&#8217;s eine schöne Frau, mit der alle einmal tanzen wollen. Keine Filmdreharbeiten, alles garantiert echt!<br />
Während die einen statt stumm zu googeln, laut fragten, was eigentlich eine Tora sei (die Auswirkungen von Pisa?), fielen die anderen vor Erstaunen fast aus ihren Fenstern. Und die Kellner eines italienischen Restaurants standen verwundert Spalier. Das muss man den Italienern lassen: Sie wissen, was freundlicher Respekt und elegante Wertschätzung ist. Vorbei ging&#8217;s an indischen Imbissen, Thai-Massage-Studios, Tankstellen  und italienischen Eisdielen zum Gemeindezentrum in einem schlichten Haus. Davor ein Zelt mit Buffet für alle, es gab zum Freudenfest erstaunlicherweis nur Süßes. Koschere Kekse, koschere Nusskuchen, koschere Nutella-Croissants (und Obst, aber das blieb irgendwie übrig).<br />
Von einem Balkon winkten Hamburger mit kleinen israelischen Flaggen, die von unten winkten lachend und dankend zurück. Jüdisches Leben in Deutschland. Die Botschaft war: Wir sind wieder da. Laut. Fröhlich. Und nichts und niemand wird uns je wieder vertreiben. Eine Hamburgerin erzählte, sie sei eigentlich nur zufällig da. Aber die süßen Sachen wären super-lecker und dass Juden in Deutschland so ausgelassen feiern, fände sie einfach nur schön. Ich stelle mir das so vor: Künftig einmal im Monat ein Freudenfest in allen deutschen Orten über 10.000 Einwohner. Keine Jammertäler mehr, nirgends.</span></span></span></span></span></p>
<p>Noch mehr gute Geschichten zum Denken, Nachdenken und Lächeln finden Sie täglich neu auf <a href="http://www.achgut.com">www.achgut.com</a></p>
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		<title>Das leise Leid der Tomaten</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 06:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>

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		<description><![CDATA[Von good-stories.de/red. - Von den meisten misslungenen Forschungsexperimenten erfährt die Welt nichts. Der betreffende Wissenschaftler weint sich bei Frau und Hund aus und die Sache ist erledigt. Wir fanden im Internet ein Sammelsurium der dümmsten Erfindungen.
So bescherte L. Ron Hubbard der Welt nicht nur eine eigenartige, umstrittene Religionsrichtung (Scientology), sondern auch ein Messgerät, mit dem er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von good-stories.de/red.</em> - Von den meisten misslungenen Forschungsexperimenten erfährt die Welt nichts. Der betreffende Wissenschaftler weint sich bei Frau und Hund aus und die Sache ist erledigt. Wir fanden im Internet ein Sammelsurium der dümmsten Erfindungen.</p>
<p>So bescherte L. Ron Hubbard der Welt nicht nur eine eigenartige, umstrittene Religionsrichtung (Scientology), sondern auch ein Messgerät, mit dem er beweisen wollte, dass Tomaten Schmerz erfahren können. 1968 präsentierte der Amerikaner ein Gerät, das bald wieder in der Versenkung verschwand. Hubbard war davon überzeugt, dass Tomaten schreien, wenn man sie schneidet. Von uns aus hätte er gern in der Tomatenforschung bleiben können. 1949 präsentierte Charles L. Langs Exponate, die auf den ersten Blick wie verrückte kleine Kuchen aussahen. In Wahrheit waren es BH-Schalen, die ohne Träger halten sollten. Vielleicht hätte Charles das alles besser überprüfen sollen. Seine Erfindung setzte sich jedenfalls nicht durch. Auch die &#8220;tragbare Sauna&#8221;, präsentiert im Jahr 1962, konnte die Welt nicht erobern. Auf den ersten Blick war das handtaschenähnliche Ding, in dessen erhitztes Inneres Mutige sich begeben konnten, zwar eine schlaue Idee, aber vielleicht liegt der Reiz einer Sauna doch auch darin, dass der nackte Mensch andere nackte Menschen trifft&#8230;.</p>
<p>Joe Gilpin erfand ein tolles Ding für die Flaute, sein Demonstrationsfoto bringt uns heute zum Lächeln- aber irgendwie wollte dann doch niemand ein motorisiertes Surfboard haben. Auch Honegar, eine Mischung aus Honig (honey) und Essig (vinegar) verschwand wieder aus der Öffentlichkeit, dabei sollte die Erfindung gut gegen Schmerzen aller Art sein. Eigentlich witzig war die Idee, Autoreifen zu beleuchten. Und das Minimini-TV-Gerät haben wir jetzt ja doch irgendwie bekommen: Es soll ja Leute geben, die ihr Handy zum Fernsehen benutzen. Erfinder Hugo Gernsback wurde 1963 also zu Unrecht belächelt.</p>
<p><span style="font-size: x-small;"><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"><strong><em>Bedienungsanleitung für das Online-Magazin </em></strong></span><a href="http://www.good-stories.de"><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"><strong><em>www.good-stories.de</em></strong></span></a><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"><strong><em>: Wir sind ungewöhnlich. Unsere Geschichten sind länger &#8220;haltbar &#8220;als andere  Internet-Angebote. Deshalb laden wir Sie ein: Stöbern Sie auch in unseren anderen Ressorts! Sie finden dort viele Geschichten und Fotos, die Sie froh machen werden. Versprochen.</em></strong> </span></span></p>
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		<title>Born to be wild</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 05:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Von Heidi Müller.- Kennen Sie das Lied von Freddy Mercury: &#8220;I want to break free&#8221;? Das habe ich auf jeden Fall mit Freddy gemeinsam: Auch ich will seit 48 Jahren endlich frei sein. Gewollt, gebucht. Und so stand ich neulich kurzerhand auf der Bühne. Beim Performance Training Break Free.
Der Name des Trainers verhieß nur Gutes: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Heidi Müller.</em>- Kennen Sie das Lied von Freddy Mercury: &#8220;I want to break free&#8221;? Das habe ich auf jeden Fall mit Freddy gemeinsam: Auch ich will seit 48 Jahren endlich frei sein. Gewollt, gebucht. Und so stand ich neulich kurzerhand auf der Bühne. Beim Performance Training Break Free.</p>
<p>Der Name des Trainers verhieß nur Gutes: Feuersänger. Nomen est omen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich hatte zwei Tage lang Spaß, einfach nur Spaß. „Die ganz Welt ist eine Bühne, genauso wie Sie sich präsentieren, werden Sie wahrgenommen“, heißt es auf der Herbert Feuersänger-Homepage. Und dann: &#8220;Dieses Wochenende wird Sie verändern. Es ist Ihr erster Schritt, dem noch viele Auftritte auf den Bühnen des Lebens folgen werden.&#8221; Damit eines ganz klar ist: Ich bin ein Rocker. Born to be wild. Ich bin laut. Ich bin wild. Ich bin voller Energie. Und das ewige „Heidi, sei mal ein bisschen leiser“ will ich nicht mehr hören. Klar? Ja, dieses Wochenende hat mich verändert. Habe ich zwar selbst nicht dran geglaubt nach all den durchgeknallten Workshop-Versprechungen, die so ins All geblasen werden, aber es hat.</p>
<p>In den zwei Break Free-Tagen finden alle Teilnehmer ihren Song und ihre Figur, die sie verkörpern wollen. Und so wurde aus Heidi M. Nana M. aus B., die wiederum plötzlich zu Freddy und zum Frontman von Steppenwolf mutierte. Born to be wild. Meine Güte, aus welchen Tiefen der Seele wohl diese Töne emporschossen. Allem: „Du kannst doch gar nicht singen“- und „Schuster, bleib bei deinem Leisten“-Glaubenssätzen zum Trotz. Mental-Blockaden Ade!  Und so wurde aus Janice die verruchte „Bubbles“, aus Petra die „Freche Lola“, aus Sabine die wilde „Punkie“ und die strenge Business-Lady Sylvia verabschiedete sich eiskalt von ihrem Nadelstreifenanzug, schmiegte sich in Corsage und Strapse und ward fortan Madonna. Die neu dazu gewonnenen Aspekte der ausgebrochenen Persönlichkeit wurden dann gleich abends in einer anderthalb stündigen Show in der Filmbühne in Berlin einem auserwählten Publikum präsentiert. Und: Die haben sogar frenetisch applaudiert. Da capo. Da capo. Solch ein geballtes Breaking Free scheint freigesetzte Energien auf andere zu übertragen. Die Freude über die eigenen Leichtigkeit, den Mut, einfach man selber zu sein, ist ja auch grenzenlos. I am what I am&#8230;&#8230;</p>
<p>Unsere Autorin ist die entzückende Frau in der Mitte, mit Brille. Nein, sie ist nicht Nana M. und auch nicht mit weißen Rosen aus Athen verwandt!</p>
<p>(Foto: Feuersänger)</p>
<p>Weitere Termine unter <a href="http://www.feuersaenger.com">www.feuersaenger.com</a></p>
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		<title>Mrs. Mortimer, Reisemuffel</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 05:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

		<category><![CDATA[home]]></category>

		<category><![CDATA[Favell Lee Mortimer]]></category>

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		<description><![CDATA[
Von good-stories.de/red. – Im Sommer schmiedet der Mensch gerne Reisepläne. Allerdings sollten sie sich vor Lissabon hüten, vor China, Russland, Indien und Schweden sowieso. Woher wir das wissen? Von Favell Lee Mortimer, sie schrieb das ulkige Buch „Die scheußlichsten Länder der Welt“.
Normalerweise sind Reiseführer darauf ausgerichtet, reisewilligen Menschen Lust auf fremde Länder zu machen. Die Buchautorin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;"><em>Von good-stories.de/red.</em> – Im Sommer schmiedet der Mensch gerne Reisepläne.<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Allerdings sollten sie sich vor Lissabon hüten, vor China, Russland, Indien und Schweden sowieso. Woher wir das wissen? Von Favell Lee Mortimer, sie schrieb das ulkige Buch „Die scheußlichsten Länder der Welt“.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Normalerweise sind Reiseführer darauf ausgerichtet, reisewilligen Menschen Lust auf fremde Länder zu machen. Die Buchautorin Favell Lee Mortimer (1802-1878) war da offensichtlich ganz anderer Meinung. Eines Tages entschloss sich die erfolgreiche britische Kinderbuchautorin, ein Reisewerk der besonderen Art zu verfassen: Sie wollte Menschen mit Fernweh davor warnen, ihr Sofa zu verlassen. Ihre Länderbeschreibungen von Italien bis Russland lesen sich so, dass man dann am Ende auch am liebsten zu Hause bleibt. Home, sweet home.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Gesehen hat die Britin keines der von ihr beschriebenen Länder, ihr Wissen bezog sie aus Büchern aller Art. Und Optimistin scheint sie auch keine gewesen zu sein, denn mit Vorliebe reimte sie sich aus dem Gelesenen kleine Horrorgeschichten zusammen. Der amerikanische<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Journalist Todd Pruzan entdeckte ihr Büchlein eher zufällig an einem heißen Augustnachmittag in einem Antiquariat, war fasziniert und verschaffte der Autorin neuen Ruhm. Hier sind Favells Urteile vom Wohnzimmer aus:</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Portugal: „…obwohl die Portugiesen so träge sind wie die Spanier, sind sie nicht so ernst und traurig und still. Sie sind stolz wie die Spanier, aber auch hinterlistiger…niemand in ganz Europa ist so tollpatschig und unbeholfen mit seinen Händen wie der Portugiese. Es ist schon seltsam mit anzusehen, wie schlecht die Zimmerleute Kisten zimmern und die Schmiede Schlüssel fertigen. ..Manche Orte sehen aus der Entfernung hübsch aus, entpuppen sich aus der Nähe aber sehr hässlich- ein solcher Ort ist Lissabon. ..“ Favell Lee Mortimer war nie in Portugal, wusste aber trotzdem, dass die „Straßen voller Unrat und Müll“ sind und daß man „an jeder Straßenseite auf Rudel dreckiger Hunde stößt“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Für russische Männer hatte die selbsternannte Reiseexpertin nur wenig übrig: „Die Männer lassen ihr Haar lang wachsen, und wenn sie bei der Arbeit sind, binden sie es zusammen, damit es ihnen nicht in die Augen fällt.“ Die russischen Frauen kommen bei ihr auch nicht gut weg: „Sie ziehen sich sehr unvorteilhaft an. Ihre Kleider hängen einfach an ihnen herunter, ohne Bund in der Taille…“ Der Zar „tut, was ihm gefällt. Oft bestraft er die Menschen, ohne ihnen zu sagen, wofür.“ Im Winter, so die gute Favell, eilten die Menschen in Petersburg „so schnell durch die Straßen, dass man glauben könnte, sie rennen um ihr Leben; und so ist es auch, denn blieben sie stehen, würden sie erfrieren.“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Roher Lachs ist „Lachs, der überhaupt nicht gekocht worden ist“, und den lieben die komischen Schweden. „Sogar die armen Leute nehmen fünf Mahlzeiten am Tag zu sich.“ Weiter im Text: „Es gibt kein anderes Land, in dem so viele Menschen ins Gefängnis geworfen werden.“ Auch die Essensgewohnheiten der Chinesen gefallen der Britin nicht: „Man hält jegliches Fleisch für verzehrbar, sogar ein Haschee aus Ratten- und Schlangenfleisch oder gehackte Regenwürmer. Katzen- und Hundefleisch werden genauso geschätzt wie Schweinefleisch und kosten auch genauso viel.“ Gut, dass Favell zu Hause in England blieb, denn: „Es ist ganz gewöhnlich, auf den Straßen über die Leichen von Babys zu stolpern. In England wird es als Mord betrachtet, wenn man ein Baby tötet, aber in China hält man das nicht für ein Vergehen.“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Hindustan gehörte den Engländern, die Indien aus ihrer Sicht „Stück für Stück erobert haben“.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Über die „Hindufrau“ meint die Autorin: „Es ist ein Elend, eine Hindufrau zu sein. Solange sie noch ein kleines Mädchen ist, darf sie spielen, aber wenn sie zehn oder zwölf Jahre alt ist, wird sie in den Hinterzimmern ihres Hauses eingesperrt, bis sie verheiratet ist; und wenn sie verheiratet ist, wird sie wieder eingesperrt. Sie darf vielleicht im Garten hinterm Haus spazieren gehen, aber sonst darf sie nirgendwo hin.“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Wenig Humor, viel Phantasie- so schrieb die gute Favell ihr Buch (Favell Lee Mortimer, Todd Pruzan „Die scheußlichsten Länder der Welt – Mrs. Mortimers übellauniger Reiseführer“, Verlag Piper, 244 Seiten, 8,95 Euro). Wir sagen: Lesen und trotzdem verreisen! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">P.S.:<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Ihr Neffe Edwyn Bevan beschrieb sie im Jahr<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>1933 in einem Artikel der Londoner „Times“ so: „ Als Ganzes kann man ihr Leben kaum glücklich nennen.“ Ja, sie hatte wirklich ulkige Ideen. So versuchte sie, einem Esel das Schwimmen beizubringen und grub ein unschuldiges Lamm in Sand ein- sie wollte sein Fell trocknen. Aber darüber hinaus war Favell bestimmt nett!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Foto: Wikipedia</span></p>
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		<title>Menschen am Meer</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 08:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>

		<category><![CDATA[Kaiseerbäder]]></category>

		<category><![CDATA[Nordic Walker]]></category>

		<category><![CDATA[Ostseestrand]]></category>

		<category><![CDATA[Usedom]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Silvia Meixner. - Nachdem die Nordic Walker erfolgreich Deutschlands Wälder umgepflügt haben, nehmen sie sich die Ostseestrände vor: Es sieht blöd aus. Egal, wo. Ich habe noch nie einen Nordischen Spaziergänger gesehen, der ein Lächeln auf den Lippen hatte. Stur und verbissen bahnen sich diese so genannnten Sportler ihre Bahn durch die unschuldige Natur, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Silvia Meixner.</em> - Nachdem die Nordic Walker erfolgreich Deutschlands Wälder umgepflügt haben, nehmen sie sich die Ostseestrände vor: Es sieht blöd aus. Egal, wo. Ich habe noch nie einen Nordischen Spaziergänger gesehen, der ein Lächeln auf den Lippen hatte. Stur und verbissen bahnen sich diese so genannnten Sportler ihre Bahn durch die unschuldige Natur, hinterlassen mit ihren lächerlichen Ski-Abfahrtsstöcken Millionen Löcher im weißen Ostseestrand und gehen dann frühstücken. Und wehe, man kommt ihnen in die Quere. Vermutlich hauen sie einem dann eine mit den Stöcken übers Haupt. Feig sind sie auch noch, weil immer im Rudel unterwegs, niemals allein. Sie quälen sich auch mit 107 Kilogramm Körpergewicht, schließlich sind sie Sportler, in knallenge Radlerhosen der Kleidergröße 36, von Michelle Obama-Oberarmen haben sie noch nie gehört, gern präsentieren sie ihrer wehrlosen Umwelt Oberarm-Speckwülste, garniert mit Sonnenbrand, den Rest der möglichen optischen Beleidigungen erspare ich Ihnen hier. Das Ganze nennen die Nordic Walking-Ausübenden dann Kur-Aufenthalt.<br />
Wir haben trotzdem hingeschaut und den modernen Menschen auf der Meeres-Promenade auf Usedom beobachtet. Kaiserbäder nennen sich die Orte hier. Die Eleganz allerdings, die man damit spontan verbindet, muss man lange suchen. Der Mensch des 21. Jahrhunderts sitzt da, weil die Dauer des Frühstücks die Dauer des Nordic Walkings deutlich übersteigt, neuerdings gern im &#8220;XL-Strandkorb&#8221;. Bequem, weiß und mit Fußstütze, zweifach verstellbar. Dann guckt er den anderen zu. Oder denkt darüber nach, was er alles tun könnte, um sich zu amüsieren. Er hat ja schließlich Urlaub.<br />
Mit Wehmut dachte in an Odessa, wo die Menschen sich zum Promenieren fröhlich herausputzen, um die hübsche Statue der &#8220;Dame mit dem Hündchen&#8221; zu bewundern, jener Frau, die Anton Tschechow in seiner Erzählung so schön beschrieb. Auf Usedom, einem herrlichen Natur-Paradies mit den schönsten weißen Stränden Europas (erstaunlicherweise wirbt man allerdings, obwohl es dauernd regnet, mit den angeblich &#8220;meisten Sonnenstunden Deutschlands&#8221;, das hat ein Experte namens Kachelmann herausgefunden), lebt man vom Glanz vergangener Zeiten: Prächtige Villen erzählen dem Spaziergänger ihre beeindruckenden Geschichten und ja, es gab hier einmal elegante Menschen und bevor diese sich halbnackt mit Skistöcken an den Strand begeben hätten, um sinnlos Löcher in den schönen Sand zu bohren, hätten sie vermutlich lieber kollektiv Selbstmord in einem der zauberhaften Föhrenwälder begangen.<br />
Ein Tag ist lang. Er will an der See auch halbwegs sinnvoll verbracht werden. An der &#8220;Konzertmuschel&#8221; jedenfalls ist immer Halligalli. Menschen sitzen stundenlang bewegungslos auf unbequemen Stühlen und lauschen Bands, die mal besser, meistens so lala, Hits aus aller Welt spielen. Ich war noch niemals in New York und James Last-Potpourris. Sogar bei spanischen Rhythmen verziehen sie kein Gesicht. Wenn hier eine Bombe hochginge, würden sie vermutlich auch sitzen bleiben. Aus purer Gewohnheit. Sie absolvieren die Musikdarbietungen wie eine Kuranwendung: Geht auch vorbei, dat alles. Undenkbar, dass jemand tanzen würde. Nicht, dass es unschicklich wäre. Aber man müsste dafür aufstehen, seinen Platz aufgeben. Wie auf Mallorca stehen Urlaubsgäste hier gern um fünf Uhr morgens auf, um die Strandkörbe (Liegen sind hier in der Unterzahl) der Hotels zu &#8220;reservieren&#8221;. Es kommt in der Hochsaison dann, so erzählen Hoteliers, regelmäßig zu unschönen Szenen, obwohl gar keine Engländer auf Usedom Urlaub machen.<br />
Es gibt &#8220;interaktive Märchenspiele&#8221; (was immer das ist), Rutsch-Limbo-Wasserparcours, Pommernabende (lt.Ankündigung musikalisch amüsant gestaltet), &#8220;Grand Schlemm für Gourmets&#8221;, Schnupperkurse im Weben und Spinnen, eine Schmetterlingsfarm, die 8475383. Kopien der Tonarmee es chinesischen Kaisers, den größten Botanischen Garten in Vorpommern und besonders Mutige fahren nach Swinemünde, einem Ort, von dem man anfangs annehmen könnte, dass er &#8220;Billige Zigaretten&#8221; heißt, weil auf jedem dritten Haus ein Schild mit dieser Aufschrift prangt. Als Souvenir drängen sich Gartenzwerge, Blumenampeln, saisonales Gemüse, Fake-Luxushandtaschen aus China und Kochgeschirr auf.</p>
<p>Besonders raffiniert agiert die Spielbank Heringsdorf, dort bietet man eine vermeintlich harmlose &#8220;Einführung in die Geschichte des Glücksspiels mit unterhaltsamen Spieleerklärungen und Demospielen (Personalausweis bitte mitbringen!)&#8221; an. In der Drogenszene nennt man das Anfixen. Ich kenne in Berlin einen Dönerstand, da gehört das Anbieten von bunten Pillchen zum Geschäftsmodell. Der Verkäufer fragt nicht &#8220;Mit scharfer Sauce oder Knoblauch?&#8221;, sondern hinterfotzig, ob es einem gut gehe und wenn nein (und wem geht&#8217;s in Berlin schon gut), dann offeriert er als Gratis-Häppchen eine kleine Droge: &#8220;Keine Angst, gleich geht&#8217;s Dir gut!&#8221; So werden Stammkunden akquiriert. Erstaunlich fand ich auch die Spielbank-Veranstaltung &#8220;Ladies &amp; Moonlight&#8221;. Es handelt sich dabei um &#8220;&#8230;das Überraschungsevent für alle Damen, die bei Vollmond nicht schlafen können.&#8221; Aha. Die verspielen dann Haus und Handtasche. Dieweil die Ehemänner vermutlich schon am Hotelstrand sind/sein müssen, um den Strandkorb für den nächsten Morgen zu reservieren.<br />
Wir haben einen wunderbaren Vorschlag, wie man Stunden im Strandkorb sinnvoll und vergnüglich verbringen kann: Die Berliner Autorin Arezu Weitholz hat ein herrliches Buch geschrieben. In &#8220;Mein lieber Fisch&#8221; besingt sie in 44 Fischgedichten die Wesen unter Wasser. Alle Gedichte sind von bezauberndem Humor, Lebensliebe und hohem Fischverstand. Die Idee kam der Journalistin, als sie mit ihrer schweigsamen Mutter im Strandkorb saß und diese unterhalten wollte. Sie dachte sich spontan ein paar Fischgedichte aus und- siehe da!- die Mutter lächelte. Danach verschickte Arezu Weitholz jeden Freitag ein Fischgedicht an Freunde und Fans, diese wurden immer mehr und schließlich wurde ein Buch daraus (Verlag Weissbooks).Wer das neue Buch “Mein lieber Fisch” liest, wird die Fisch-Welt künftig anders sehen.</p>
<p><em>Noch mehr gute Geschichten zum Denken, Nachdenken und Lächeln finden Sie unter: </em><a href="http://www.achgut.com"><em>www.achgut.com</em></a></p>
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		<title>Matts magisches Video</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 07:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<category><![CDATA[home]]></category>

		<category><![CDATA[Liebeskummer]]></category>

		<category><![CDATA[Matt]]></category>

		<category><![CDATA[Where the hell]]></category>

		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Von good-stories.de/ red. - Das Leben ist schön: Trotz Regen! Ist ja nur Wasser. Zeit, ein Tänzchen hinzulegen. Dieses Video ist eines der besten, das es im Internet gibt. Tanzen Sie mit!
 
Wo tanzt Matt ??! Gäbe es Youtube nicht, müssten die Krankenkassen dieses Video verschreiben: “Where the hell is Matt?” ist ein Klassiker der globalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;"><em>Von good-stories.de/ red</em>. - Das Leben ist schön: Trotz Regen! Ist ja nur Wasser. Zeit, ein Tänzchen hinzulegen. Dieses Video ist eines der besten, das es im Internet gibt. Tanzen Sie mit!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Wo tanzt Matt ??! Gäbe es Youtube nicht, müssten die Krankenkassen dieses Video verschreiben: “Where the hell is Matt?” ist ein Klassiker der globalen Videoszene, mehr als 31 Millionen Menschen haben es auf Youtube gesehen. Die Idee entstand eher zufällig, als ein Freund von Matt ihn aufforderte: „Du tanzt doch immer so ulkig, stell’ dich mal da hin“- und ein Video davon anfertigte. Davon muss man einfach gute Laune bekommen! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Mittlerweile lebt der Amerikaner von dieser Idee und ist hauptsächlich auf Reisen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,&quot;serif&quot;; color: black; font-size: 12pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;">Wir finden: Matt ist der ideale Begleiter an trüben Tagen. Binnen weniger Minuten hat man wieder gute Laune, die Wirtschaftskrise und Liebeskummer vergessen&#8230;<br />
<br style="mso-special-character: line-break;" /><br style="mso-special-character: line-break;" /></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 14.25pt; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span><em>Bedienungsanleitung für das Online-Magazin </em><a href="http://www.good-stories.de/"><span style="color: blue;"><em>www.good-stories.de</em></span></a><em>: Wir sind ungewöhnlich. Unsere Geschichten sind länger &#8220;haltbar &#8220;als andere  Internet-Angebote. Deshalb laden wir Sie ein: Stöbern Sie auch in unseren anderen Ressorts! Sie finden dort viele Geschichten und Fotos, die Sie froh machen werden. Versprochen.</em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><object width="520" height="340" data="http://www.youtube.com/v/zlfKdbWwruY&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zlfKdbWwruY&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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		<title>Glück auf 64 Pfählen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 05:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>

		<category><![CDATA[Kremmen]]></category>

		<category><![CDATA[Seelodge]]></category>

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		<description><![CDATA[Bedienungsanleitung für das Online-Magazin www.good-stories.de: Wir sind ungewöhnlich. Unsere Geschichten sind länger &#8220;haltbar &#8220;als andere  Internet-Angebote. Deshalb laden wir Sie ein: Stöbern Sie auch in unseren anderen Ressorts! Sie finden dort viele Geschichten und Fotos, die Sie froh machen werden. Versprochen.
Von good-stories.de/red. - Es gibt immer noch Menschen, die glauben, dass man in die Karibik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bedienungsanleitung für das Online-Magazin </em><a href="http://www.good-stories.de"><em>www.good-stories.de</em></a><em>: Wir sind ungewöhnlich. Unsere Geschichten sind länger &#8220;haltbar &#8220;als andere  Internet-Angebote. Deshalb laden wir Sie ein: Stöbern Sie auch in unseren anderen Ressorts! Sie finden dort viele Geschichten und Fotos, die Sie froh machen werden. Versprochen.</em></p>
<p><em>Von good-stories.de/red.</em> - Es gibt immer noch Menschen, die glauben, dass man in die Karibik oder nach Italien reisen muss, um einen schönen Sonnenuntergang zu sehen! Deutschland und Sunset- das passt für viele einfach nicht zusammen. Wir waren in Kremmen, einem kleinen Ort in Brandenburg, rund eine Dreiviertelstunde nördlich von Berlin gelegen. Seitdem wollen wir überhaupt nicht mehr in die Karibik (na gut, vielleicht im Winter&#8230;) In Kremmen steht auf 64  stolzen Pfählen die &#8220;Seelodge&#8221;, ein zauberhaftes Hotel-Restaurant, gebaut nach dem Vorbild kanadischer und afrikanischer Naturpark-Lodges. Der Gast fühlt sich ein wenig wie in einem Film der 20er-Jahre, schade, dass wir die langen Kleider vergessen und die Herren den Cut daheim gelassen hatten. Aber spätestens beim Anblick des Bootssteges waren wir froh, nicht allzu umständlich bekleidet zu sein. Hier, vom längsten Bootssteg Brandenburgs, kann man nämlich ganz vorzüglich ins Wasser springen. Und das schöne alte Schiffchen, das hier vor Anker liegt, gehörte einst Hildegard Knef.</p>
<p>Der Seelodge-Gast fischt noch selbst! Der eigene Fang wird in der Hotelküche gegen ein kleines &#8220;Hakengeld&#8221; frisch gebraten. Und wer danach ein wenig Ruhe braucht: Dort hinten schaukelt mit verführerischer Langsamkeit eine Hängematte. Einladung zum Faulenzen. Man will hinstürmen. Und hält inne. Schließlich sind wir zur Erholung da. Trotzdem mussten wir uns dann entscheiden: Betrachten wir den Sonnenuntergang von der Hängematte oder vom Balkon aus? Wir haben uns für den Balkon entschieden, wegen des See-Blicks. Obwohl die Hängematte auch nicht schlecht gewesen wäre. Oder das neue Grillboot, eine witzige Erfindung, bei der die Würstchen und Steaks mit auf See gehen.</p>
<p>Das kleine Hotel mit einer kleinen, vorgelagerten Privatinsel und eigenem Sandstrand (www.seelodge.de) ist ein herrlicher Ort für eine Hochzeit. Dann mietet man nämlich gleich die ganze Seelodge! Und wenn man als Unternehmer trotz Krisenzeiten oder eines Tages wieder etwas zu feiern hat: Dies ist der perfekte Ort für kleine Geschäftsessen oder große Parties.</p>

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		<title>Die wunderbar-sonderbare Welt der Klodeckel</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 20:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>

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		<description><![CDATA[Bedienungsanleitung für das Online-Magazin www.good-stories.de: Wir sind ungewöhnlich. Unsere Geschichten sind länger &#8220;haltbar&#8221; als andere  Internet-Angebote. Deshalb laden wir Sie ein: Stöbern Sie auch in unseren anderen Ressorts! Sie finden dort viele Geschichten und Fotos, die Sie froh machen werden. Versprochen.
Von good-stories.de. - Wir haben, eher zufällig, eine seltsame Entdeckung gemacht. Auf der Suche nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"><em><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Times New Roman;"><strong><em>Bedienungsanleitung für das Online-Magazin </em></strong><a href="http://www.good-stories.de"><strong><em>www.good-stories.de</em></strong></a><strong><em>: Wir sind ungewöhnlich. Unsere Geschichten sind länger &#8220;haltbar&#8221; als andere  Internet-Angebote. Deshalb laden wir Sie ein: Stöbern Sie auch in unseren anderen Ressorts! Sie finden dort viele Geschichten und Fotos, die Sie froh machen werden. Versproche</em></strong></span></span></span></em></span><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"><em><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Times New Roman;"><strong><em>n.</em></strong></span></span></span></em></span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"><em></em></span>Von good-stories.de.</em> - Wir haben, eher zufällig, eine seltsame Entdeckung gemacht. Auf der Suche nach Wandfarbe haben wir den Katalog des Baumarktes unseres Vertrauens durchgeblättert. Dabei sind wir unvermutet in die Welt der Klodeckel geraten.</p>
<p>Erst hat es uns umgehauen, dann haben wir gelacht und gestaunt. Über Klodeckel mit Löwen, Hund, Pinguinen zum Beispiel. &#8220;Der optische Kick fürs WC&#8221;, preist das Fachunternehmen die Dinger an. Oder sitzen Sie lieber auf Seesternen (gemalten natürlich)? Die Kosten 19,95 Euro. Die Modelle der Saison heißen &#8220;Rokoko&#8221; (mit entsprechendem Muster), &#8220;Beach&#8221;, &#8220;Echo&#8221; (was immer das bedeuten mag), &#8220;Coolest Pool&#8221; (der mit den Pinguinen) oder &#8220;Tropical&#8221;. In den 90er-Jahren waren mal die durchsichtigen Modelle mit eingearbeitetem Stacheldraht en vogue. Die gibt es im 21. Jahrhundert vermutlich nur noch als Restposten. Es wird sie niemand vermissen.</p>
<p>Neu ist offenbar die Technik der &#8220;Absenkautomatik&#8221;-  allerdings schließen wir nicht aus, dass nur uns diese Erfindung neu und dem Rest der Welt schon lange geläufig ist: Der Klodeckel knallt nicht einfach so herunter, sondern schließt sich in kleinen Schritten. Zugegeben, das ist praktisch, kostet dann aber auch 59,95 Euro. Das leise Modell gibt es wahlweise in Weiß, Walnuss-Nachbildung oder echtem Bambus.</p>
<p> Schönes muss nicht teuer sein. Wir raten zum schlichten, weißen Toilettensitz. Aber bitte nicht den in Muschelform, der ist zu kitschig. Das schlichte Modell, ab 9,95 Euro wohlfeil (Modell &#8220;Standard&#8221;) ist elegant und überdies praktisch: Da kann man auch beim Putzen nichts übersehen.</p>
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		<title>How to talk to Men</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 11:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>

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Von Heidi Müller. - An alle Männer: Ihr seid wunderbar. Was wären wir Frauen ohne Euch? Wie Ihr
so zielstrebig die Dinge des Lebens meistert. Wie Ihr trotz alles
Emanzipationsgezerres Ihr selbst geblieben seid. Wie Ihr hingebungsvoll
diversen Sportarten Eure kostbare Zeit opfert. 
Wie Ihr Euren testosterongestählten Körper pflegt und medienwirksam einsetzt. Wie Ihr Euch
in der Bemühung bemüht, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="messageText" style="margin-bottom: 20px;">
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<p><em>Von Heidi Müller.</em> - An alle Männer: Ihr seid wunderbar. Was wären wir Frauen ohne Euch? Wie Ihr<br />
so zielstrebig die Dinge des Lebens meistert. Wie Ihr trotz alles<br />
Emanzipationsgezerres Ihr selbst geblieben seid. Wie Ihr hingebungsvoll<br />
diversen Sportarten Eure kostbare Zeit opfert. </p>
<p>Wie Ihr Euren testosterongestählten Körper pflegt und medienwirksam einsetzt. Wie Ihr Euch<br />
in der Bemühung bemüht, die Welt zu retten. Um es kurz zu machen: Männer<br />
brauchen Aufmerksamkeit. Viel Aufmerksamkeit. Und diese gewähren wir Frauen<br />
ihnen am besten durch Anerkennung. Viel Anerkennung. Nach dem Motto: Heute<br />
schon Ihren Kerl gelobt? Männliche homo sapiens sapiens loben ist nämlich gar nicht mal so dumm. Beherrschen wir Frauen das wirklich überzeugend - „Sie tragen ja ganz schön<br />
viel Verantwortung“ zwitschern und „sozialer Schlappschwanz“ denken<br />
funktioniert nicht – knipsen wir bei unserem gegenüber die Lichter an und<br />
kommen so selbst in den Genuss der Erleuchtung.</p>
<p>Anders gesagt: „Werden Sie<br />
Meisterin im Anerkennen und jede Kommunikation, die Sie führen und jede<br />
Beziehung, die Sie haben wird effektiver, leichter und schöner sein und<br />
Ihnen sehr viel mehr Spaß machen“, sagt Nicole Stange. Die<br />
1000-Volt-Berlinerin ist Lebenslust pur. Sie scheint wirklich Spaß zu haben – soviel, dass sie gerne davon etwas abgibt – an uns Teilnehmerinnen, die<br />
sich für das Seminar „How to talk to Men“ (<a href="/jump.htm?goto=www.myfuture-coaching.de" target="_blank">www.myfuture-coaching.de</a>)<br />
angemeldet haben. Denkwürdig: Alle Teilnehmerinnen sind absolute Powerfrauen, die mit beiden<br />
durchtrainierten stöckelbeschuhten Beinen fest im Leben stehen. Nur eines<br />
hat uns das Leben mit all seinen Erfahrungen, allen Aufs und Abs bis jetzt<br />
hinterhältigerweise noch verwehrt: eben How to talk to Men. Ans Eingemachte<br />
gehende Rollenspiele machen uns allen unter Tränen der Rührung und der<br />
hemmungslosen Freude klar: Wir haben keinen blassen Schimmer. Time for<br />
change. Aber zack zack. Und Frau Stange weiß Gott sei Dank, wie es geht. Nix<br />
mit „Tschakka, du schaffst es!“ und ähnlicher Power-Flatulenz, sondern mit<br />
knallharten Kommunikations-Stategien, aber eben für die beiden<br />
Parallel-Universen Mann/Frau maßgeschneidert. Mehr wird nicht verraten. Nur: Danke, Männer. Das Seminar ist die reinste Freude. Und: Wundert Euch nicht, wenn es Euch in der nächsten Zeit so wohlig<br />
ums Herz wird. Dann hat Euch nämlich wieder irgendeine Männerflüsterin die<br />
Lichter angeknipst. Um sich im hellen Schein endlich zu holen, was sie schon seit langem will.</div>
</div>
</div>
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<p><em>Foto: Jana Denzler</em></p>
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