Von Heidi Müller. - Bonbonfarbigkeit. Fröhlichkeit. Lust. Ein Augenzwinkern. Es darf Spaß machen. Die Werke des Berliner Künstlers Michèl Jesse entlocken Lebensfreude. Gummibärchen – ja, genau die, die nicht nur Kinder, sondern Erwachsene ebenso froh machen – mit buntem Lack besprüht, sozusagen forever young. Massengeschmack, zu ikonenhaften Kompositionen veredelt. Nicht rot, weiß, grün, gelb, orange, sondern melisse, eisblau, melonengelb, verkehrsorange, kadmiumrot. Viele davon, zu Herzen vereint. Erst Bärchen auf Leinwand. Dann Bärchen auf Glitzersteinen auf Leinwand.
Funkelnder Frohsinn.
Warum Gummibärchen? „Das ist ein Material, das lebt, ein Kultobjekt“, sagt der Künstler. Punkt. Schweigen. Wer jetzt denkt, nur weil einer mit lustiges Bärchen arbeitet, ist er auch gleich ein Everybody`s darling, der irrt. Michèl Jesse ist nachdenklich, zweifelnd. Eigentlich müssten seine Protagonisten eine grüblerische Falte auf ihrer Stirn haben.
Haben sie aber nicht. Sie strahlen einfach. Welch` Kraft der Farben, welch` energiegeladener Ausdruck. „Ich liebe Farben, die Welt ist bunt, nicht kitschig“, sagt er. Auch wenn seine Werke Kontaktfreude pur sind, liebt Jesse die Anonymität. Seine großen Bilder fertigt er dann auch nicht in Berlin, sondern in Bielfeld. Da ist er aufgewachsen, da sei Rückzug möglich.
Seine frühe Kindheit verbringt der Sohn eines italienischen Malers, Bildhauers und Professors für Kunstgeschichte in Padua, umgeben von der Schönheit und üppigen Kulturgeschichte Venetiens. Doch ein Landschafts- und Portraitmaler wie sein Herr Vater möchte er nicht werden. Mit elf Jahren zieht er zu seiner Mutter ins Westfälische. Nach dem Abitur beschließt der Internatsschüler, eine private Kunsthochschule für Modern Art in Kalifornien zu besuchen. Hier beginnt für ihn ein Abenteuer, das bis heute anhält: das Experimentieren mit Farben und Formen. Sein Ausdruck. Wagemut. Pop abstrakt. „Die Nähe zur Pop-Art der 60er Jahre ist gewollt, ich interpretiere sie jedoch zeitgemäß.“
Nach den Herzen kommen großformatige Glasbilder. Das Größte: 64 einzelne Plexiglas-Plättchen auf Plexiglas: Eruption der Farbkraft. Raum einnehmend. Bekenntnis. „Dort, wo weder Licht noch Schatten auf den Boden fällt, befindet sich der Eingang in die andere Welt.“ Hereinspaziert. Mit Wonne.
Haben sie aber nicht. Sie strahlen einfach. Welch` Kraft der Farben, welch` energiegeladener Ausdruck. „Ich liebe Farben, die Welt ist bunt, nicht kitschig“, sagt er. Auch wenn seine Werke Kontaktfreude pur sind, liebt Jesse die Anonymität. Seine großen Bilder fertigt er dann auch nicht in Berlin, sondern in Bielfeld. Da ist er aufgewachsen, da sei Rückzug möglich.
Seine frühe Kindheit verbringt der Sohn eines italienischen Malers, Bildhauers und Professors für Kunstgeschichte in Padua, umgeben von der Schönheit und üppigen Kulturgeschichte Venetiens. Doch ein Landschafts- und Portraitmaler wie sein Herr Vater möchte er nicht werden. Mit elf Jahren zieht er zu seiner Mutter ins Westfälische. Nach dem Abitur beschließt der Internatsschüler, eine private Kunsthochschule für Modern Art in Kalifornien zu besuchen. Hier beginnt für ihn ein Abenteuer, das bis heute anhält: das Experimentieren mit Farben und Formen. Sein Ausdruck. Wagemut. Pop abstrakt. „Die Nähe zur Pop-Art der 60er Jahre ist gewollt, ich interpretiere sie jedoch zeitgemäß.“
Nach den Herzen kommen großformatige Glasbilder. Das Größte: 64 einzelne Plexiglas-Plättchen auf Plexiglas: Eruption der Farbkraft. Raum einnehmend. Bekenntnis. „Dort, wo weder Licht noch Schatten auf den Boden fällt, befindet sich der Eingang in die andere Welt.“ Hereinspaziert. Mit Wonne.