Sylter Strandkorb-Geschichten

Von Ulrike Hinrichs. – Kein Geheimtipp, aber das Essen und der Service sind ein Highlight. So lässt sich die Bewertung für das kleine Restaurant “Jensens Tafelfreuden” in Kampen auf Sylt zusammenfassen. Die Karte ist übersichtlich – rund 5-7 Vorspeisen, entsprechend die Hauptgänge und die Desserts. Zwei freundliche Damen bringen die Gäste an die Tische. Der Gastraum in dem schönen Reetdachhaus ist modern und frisch gestaltet. Viel Holz mit moderner Kunst und perfekter Beleuchtung.

Die Kellnerin empfiehlt uns als Starter einen Hugo. Köstlich! Feiner Sekt mit Holunderblüten. Den gibt es auch alkoholfrei mit Soda. Dann beginnt die Schlemmerei. Tartar vom Rind ( leicht angebraten) auf Pfifferlingssalat und danach gebratener Aal. Das bestelle ich. Mein Mann bevorzugt den Ziegenkäse in Zucchini und dann das Kalbsfilet mit grünem Spargel. Alles kommt fein zubereitet und man schmeckt sofort: hier kommt nichts aus der Dose. Die Dessertvariation des Hauses u.a. mit Sorbet von der Passionsfrucht und der Schokokuchen machen uns restlos glücklich.

Die Preise sind für Sylter Verhältnisse durchaus akzeptabel. Vorspeisen sind zwischen 10-12 Euro zu haben und die Hauptgänge liegen zwischen 19 und 25 Euro. Und da die Urlauber natürlich dieses Lokal längst entdeckt haben, muss man mindestens 2 Tage vorher reservieren. Was mir nicht gefällt: Gegessen wird in zwei Schichten von 18-20 Uhr und ab 20.15 Uhr. Wie in New York oder auf einem Kreuzfahrtschiff der alten Garde. Schade, denn wenn man nach einem Strandtag um 19 Uhr richtig Hunger hat, schafft man die drei Gänge in einer Stunde nicht.

Das Restaurant im Internet: www.jensens-tafelfreuden.de

Foto: Ulrike Hinrichs

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